Bericht "Der neue Merker" - März 2017

http://der-neue-merker.eu/rosenheim-die-sieben-raben-von-joseph-gabriel-rheinberger-eine-echte-opernraritaet

ROSENHEIM: DIE SIEBEN RABEN von Joseph Gabriel Rheinberger. Eine echte Opernrarität

Opernausgrabung in Rosenheim: „Die sieben Raben“ von Joseph Gabriel Rheinberger (Vorstellung: 26. 3. 2017)

 In diesem Jahr wartete der im Jahr 2011 von Georg Hermansdsorfer gegründete Verein „erlesene oper“ mit einer besonderen Rarität auf: „Die sieben Raben“ des Liechtensteiner Komponisten Joseph Gabriel Rheinberger. Die Aufführungen fanden wie im Vorjahr im Kultur- und Kongress-Zentrum Rosenheim (Ku’Ko) statt, wobei der bekannte Musikpädagoge wieder selbst Regie führte und dirigierte.

Das Werk ist eine romantische Liebesgeschichte, die auf zwei Märchen der Gebrüder Grimm basiert. Es wurde 1869 am Münchner Hof- und Nationaltheater uraufgeführt und das letzte Mal 1887 unter Richard Strauss gespielt, der ebenso zu den Schülern von Rheinberger zählte wie Engelbert Humperdinck und Wilhelm Furtwängler. Die Handlung der romantischen Oper, deren Libretto von Franz Bonn und Franziska Rheinberger stammt, in Kurzfassung: Bei den sieben Raben handelt es sich um die verzauberten sieben Brüder von Elsbet, die von einem Femegericht zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt wird, als sie ihr Schweigen nicht bricht und so ihre Brüder rettet. Schließlich kann Prinz Roderich seine geheimnisvolle Geliebte glücklich in die Arme nehmen, da ihr Schweigegebot zur rechten Zeit endet.

In einem Beitrag im informativ gestalteten Programmheft über die Entstehung und Wirkung der Oper weist Georg Hermansdorfer auf die Parallelen zu Wagners Lohengrin hin: „Aus Elsa wird Elsbet, ‚Nie sollst du mich befragen‘ beharrt Lohengrin, während bei Rheinberger die Braut ihre Herkunft verschweigen muss. Auch die Hofszenen, die Brautszene, der Hochzeitszug mit Marsch und die Szene vor dem Kirchportal sind deutliche Parallelen. Selbst das musikalische Auftrittsthema Roderichs ähnelt verdächtig einem Motiv aus Lohengrins drittem Akt. Der wesentliche Unterschied besteht jedoch im Happy-End, in der Erlösung durch Glauben und die Treue.“

Joseph Gabriel Rheinberger, der 1839 in Vaduz geboren wurde und 1901 in München starb, wurde vor allem durch seine Kirchenmusik bekannt. Er lebte ab seinem 12. Lebensjahr in München, wo er das Konservatorium besuchte, an dem er später jahrzehntelang als Professor für Komposition und Orgel unterrichtete, wobei – wie schon erwähnt – unter anderem Richard Strauss und Engelbert Humperdinck zu seinen Schülern zählte. Seine zahlreichen Kompositionen umfassen Klavier- und Orgelwerke, Chormusik und Sinfonien sowie drei Singspiele und zwei Opern (neben den Sieben Raben noch Türmers Töchterlein (1873).

Wie in den vergangenen Jahren schuf das naturalistische und farbenfrohe Bühnenbild auch heuer Otto von Kotzebue. Es bildete gemeinsam mit den bunten Kostümen einen idealen Rahmen für das Märchenspiel „Die sieben Raben“. Gelungen auch die von Nicole Hadrawa-Sedlak kreativ choreographierten Ballettszenen. Auffallend stimmkräftig der Chor des Vereins „erlesene oper“ (Einstudierung: Marion Hummel, Organisation: Eva Epple).

Das Sängerensemble (großteils aus Rosenheim und Umgebung) begeisterte das Publikum durch sehenswerten Einsatz in ihren Rollen. „Star“ der Vorstellung war die Sopranistin Sieglinde Zehetbauer als Elsbet, die mit ihrem hohen Sopran die schwierige Rolle sowohl stimmlich wie darstellerisch bewundernswert meisterte. Schade, dass der Tenor Markus Kotschenreuther als Prinz Roderich indisponiert schien und des Öfteren mit Problemen zu kämpfen hatte.

Stimmlich wie schauspielerisch überzeugend die japanische Sopranistin Kayo Hashimoto als  Herzogin Mathilde und die Mezzosopranistin Sonja Bühling als Fee. Mit großer Wortdeutlichkeit gestalteten der Bariton Andreas Agler und der Bass Michael Doumas ihre Rollen als Mathildes Stiefbruder Eckart und als treuer Jäger Hubert. Der kleineren Rolle des Richters lieh der Bass Martin Zimmerer seine tiefe Stimme.

In gewohnter Weise – umsichtig und temperamentvoll – leitete Georg Hermansdorfer, die Seele der erlesenen oper e.v., das Orchester des Vereins und brachte damit die vielschichtig-romantische Partitur des Liechtensteiner Komponisten Rheinberger voll zum Erklingen.  

Das begeisterte Publikum belohnte alle Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus und vielen Bravorufen für Sieglinde Zehetbauer und Georg Hermansdorfer. Es war wieder ein musikalisch reizvoller Nachmittag, der mit einer gekürzten Vorstellung für Kinder begann und zu einem gesellschaftlichen Rosenheimer Ereignis wurde, an dem auch einige Verwandte des Komponisten aus dem Fürstentum Liechtenstein teilnahmen.

Udo Pacolt

Bericht OVB - 21.03.2017

https://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/hochzeit-statt-scheiterhaufen-7917227.html

Hochzeit statt Scheiterhaufen

Da hat doch Georg Hermansdorfer mit seinem Verein „Erlesene Oper“ eine Oper angepackt, die ins Große zielt und seinerzeit mit den Opern von Richard Wagner konkurrierte: Josef Rheinberger (1839 bis 1901), der sonst mehr für seine Geistliche Musik und seine Orgelwerke bekannt ist, hat eine Märchenoper namens „Die sieben Raben“ komponiert, die zwei Grimm-Märchen mit Wagners „Lohengrin“ und dessen Frage-Verbot verquickt.

Es ist, eine Oper, deren Musik „lortzingt“, „mendelssohnt“ und sogar schüchtern „wagnert“. Gegen die übermächtige Wagner-Konkurrenz konnte sich die Oper damals – wiewohl mit melodischen, immer etwas wehmütigen Melodien gesegnet – in München nicht durchsetzen. Im Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum gefiel sie den zahlreichen Zuhörern, darunter der Rosenheimer Landrat Wolfgang Berthaler, Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

Diese Oper hat alles, was eine Oper so braucht: eine melodisch drängende (wiewohl etwas lange) Ouvertüre, einen – etwas elegischen – Jägerchor mit hübscher Waldhornromantik, ein großes Sopranistinnen-Jubelduett und ein schwelgendes Liebesduett, aber auch eine Hass- und eine Verleumdungs-Arie, eine Ballettmusik und ein großes Finale. Dazu eine Fee, einen Prinz mit bösem Widersacher, Gefängnis und drohenden Scheiterhaufen, alles mit Hochzeits-Happy-End.

Hermansdorfer hat alles aufgeboten, was nur geht: reichbunte Kostüme, ein anmutiges Ballett (allerliebst: die Ballettschule Prien unter Nicole Hadrawa-Sedlak), einen großen wacker singenden und impulsiv agierenden Chor (Einstudierung: Marion Hummel), dramatische, manchmal irritierende, Lichtregie und märchenhaft wabernden Nebel und große Volksszenen.

Bisher hat dieser Opern-Verein nur heitere Spielopern aufgeführt. Diese großdramatische Rheinberger-Oper führt den Verein musikalisch an seine Grenzen. Diese Musik verlangt nach einem großen erfahrenen Opernorchester, nicht nach einem – wenngleich sehr animiert aufspielenden – Liebhaberorchester. Und so richtig dramatisch aufdrehen konnten eigentlich wenige der Sänger: Sonja Bühling gab eine ein- und nachdrücklich deklamierende Fee mit Auftritts-Aplomb, Michael Doumas als verräterischer und dann reumütiger Jäger glänzte mit raumfüllend-schwarzem Bass, vor allem aber war Kayo Hashimoto eine hoheitsvolle Herzogin mit ausdrucksstarkem Sopran und herrscherlicher Attitüde.

Andreas Aglers großem Bariton fehlte doch etwas die Bosheit für den bösen Stiefbruder Eckard. Der leichte und lichte Tenor von Markus Kotschenreuther war zu leicht für die fast schon Heldentenor-Arien des Prinzen Roderich, und auch der immer so silbrig schimmernde Sopran von Sieglinde Zehetbauer konnte zwar in den Liebesszenen lyrisch aufblühen, wurde in den dramatischen Szenen aber angestrengt. Sie überzeugte aber schauspielerisch als Elsbet, die ihre in Raben verwandelte Brüder retten will. Sehr schön gelang das Jubelduett zusammen mit Kayo Hashimoto.

Der Findersinn von Georg Hermansdorfer solch eine Oper auszugraben, ist hochlöblich, der Mut, solch eine Groß-Oper auf die Bühne zu bringen, ist aller Ehren wert. Trotzdem freuen wir uns auf die zwei heiteren Einakter nächstes Jahr, die das ausführliche Programmheft verspricht.

Extra-Aufführung für Kinder

Am kommenden Sonntag gibt es im Kuko noch eine verkürzte und moderierte Aufführung für Kinder um 13.30 Uhr und eine volle Aufführung um 16 Uhr: nochmal eine Gelegenheit, eine seltene Oper mit melodischen Schönheiten und farbiger Gestaltung anzuhören und anzuschauen.

Bericht OVB - 25.02.2016

"Ins Schwarze getroffen"

Mit der Spieloper „Die beiden Schützen“ von Albert Lortzing hat der Verein „Erlesene Oper“ ins Schwarze getroffen. Georg Hermannsdörfer hat diese Oper ausgegraben, bearbeitet und inszeniert.

Diese erste vollgültige Oper von Lortzing hat alles, was auch dem animierten Publikum im gut gefüllten verkleinerten Saal des Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrums gefiel: schwungvolle Chöre, volkstümliche und gefühlvolle Arien, Lieder und Ensembles, Komik durch Verwechslungsszenen. Zwei nach langer Zeit heimkehrende Soldaten werden verwechselt, sogar von den eigenen Vätern. Darin verwoben sind zwei Liebesgeschichten, wobei es zunächst den Anschein hat, als wenn sich ein Soldat in die eigene Schwester verlieben würde. Köstlich ist dann am Schluss das heitere Verwechslungspiel im zum Gefängnis umfunktionierten dunklen Gartenhaus.

Viel Volk bevölkerte schon am Anfang die Bühne, vom Landmann bis zum bettelnden Mönch und einem Kaminkehrer. Stimmstark agiert hier der Chor. Die Tornister, die eine wichtige Rolle im Verwechslungsspiel spielen, sind wasch- und stilecht, die Kostüme sind farbig und stimmig (Irmgard Kreuzpaintner/Irmtraud Pichler), die Bühnenprospekte, die einen Dorfplatz mit Dorfbrunnen darstellen, sind von Otto von Kotzebue humorvoll bemalt: Das Auge hat was zum Schauen. Die doch recht vielen Sänger agieren spielfreudig und temperamentvoll und finden guten Kontakt zum Publikum.

Werner Perret gibt dem Gastwirt Busch sein sprachlich gedehntes Spiel und bewegt sich mit dickbäuchiger Bonhomie. Als Amtmann ist Helmut Wiesböck würdevoll. Sein Neffe Peter muss immer fürchterlich zetern und wüten, was Tobias Gründl mit Gründlichkeit und baritonaler Wucht tut. Ein neues Gesicht in der Truppe ist Michael Doumas aus Hamburg, der als Freund des Soldaten Wilhelm die Verwechslung ins Werk setzt und immer nur ans Essen und Trinken denkt – was er leider selten wirklich tut. Dafür darf er am Ende mit markigem Bass ganz aktuelle Couplets über die EU und die Wirtschaftspolitik vortragen. Martin Zimmer kann als alles aufklärender Unteroffizier einen wahrlich schwarzen Bass ins Gefecht führen. Beatrix Schalk ist eine allerliebst tirilierende Jungfer Lieblich.

Gut besetzt sind die Männer-Hauptrollen: Militärisch forsch ist die Auftritts-Arie des Schützen Wilhelm (Andreas Agler), der mit kernigem und wendigem Bariton und frischem Spiel auftrumpft, ganz hingebungsvoll lyrisch die des Schützen Gustav (Markus Kotschenreuther), der nach Herzenslust mit schwärmerischem Tenor schmelzen und schmalzen darf. Eine Augen- und Ohrenweide sind die beiden Mädchen: Verspielt-fröhlich singt als Suschen Christa Huber mit quecksilbrigem Sopran, während Sieglinde Zehetbauer als Caroline lyrisch aufblühend und leuchtstark singen darf „Er ist mir wert, er ist mir teuer“. Auch sonst zeigt sie sich höhen- und koloraturensicher und opernerfahren.

Die feine und heitere Orchestermusik ist höchst anspruchsvoll: Als Dirigent leistet Georg Hermannsdörfer Schwerstarbeit. Einen durchgearbeiteten Orchesterklang kriegt er nicht ganz hin und so manch vorwitzige Geigen und Holzbläser spielen recht individualistisch, aber der immer vorwärtsdrängende Schwung und die oft walzerbetonte Rhythmik gefallen.

Gefallen hat alles den Zuschauern, die am Schluss alle Beteiligten ausgiebig feiern.

Die Oper wird noch zweimal aufgeführt: Am Samstag, 27. Februar, um 19.30 Uhr und nachmittags um 15 Uhr als verkürzte und moderierte Kinderaufführung. Karten gibt es unter Telefon 0 80 31/3 65 93 65.

http://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/schwarze-getroffen-6155364.html

Bericht "Der neue Merker" Feb. 2016

Wieder eine Opernrarität in Rosenheim:

„Die beiden Schützen“ von Albert Lortzing (Premiere: 21. 2. 2016)

Neuerlich brachte der im Jahr 2011 gegründete Verein „erlesene oper“, der es sich zum Ziel gesetzt hat, unbekannte oder vergessene Opern wieder zum Leben zu erwecken, eine Rarität zur Aufführung. Heuer stand im „KU’KO“ (Kultur- und Kongress-Zentrum Rosenheim) die dreiaktige Oper „Die beiden Schützen“ von Albert Lortzing auf dem Spielplan.

Das heitere Singspiel, dessen Libretto der Komponist nach der Textvorlage „Die beiden Grenadiere“ von Joseph Patrat (1733 – 1801), der vierzig Theaterstücke schrieb, selbst verfasste, erlebte 1837 in Leipzig seine Uraufführung. Lortzing, der am Opernhaus engagiert war, übernahm die Tenorpartie des Peter, seine Mutter die Rolle der Jungfer Liebchen.

Der Inhalt in Kurzfassung: Zwei vermisste Söhne kehren nach mehr als zehn Jahren aus den Napoleonischen Kriegen nach Hause zurück, doch wird der eine Sohn nicht einmal vom Vater erkannt. So beginnt eine turbulente Verwechslung, in die auch zwei Liebesgeschichten verwoben sind. Angeheizt wird die Verwirrung noch durch die Dorfbewohner, den eifersüchtigen Peter, der ein Neffe des Amtmannes ist, und durch die neugierige Jungfer Liebchen. Als zwei verwechselte Tornister den echten Sohn auch noch als Lügner hinstellen, droht eine Katastrophe. Aber beim nächtlichen Stelldichein aller Beteiligten im Gartenhaus löst sich alles in Wohlgefallen auf. Dem Happyend steht nichts mehr im Wege…

Wie schon in den vergangenen Jahren übernahm wieder Georg Hermansdorfer, der Gründer und die „Seele“ des Vereins „erlesene Oper“, neben der musikalischen Leitung auch die Regie. Es gelang ihm wieder eine sehr humorvolle Inszenierung des Werks mit guter  Personenführung, die sich besonders in den Szenen mit den Dorfbewohnern sehr positiv auswirkte. Die großformatigen Bühnenbilder stammten auch diesmal von Otto von Kotzebue, dem Urenkel des berühmten Schriftstellers August von Kotzebue. Für die trefflich passenden Kostüme sorgten Irmtraud Pichler und Irmgard Kreuzpaintner, für die Beleuchtung Marcus von Hartmann und Markus Seemeier.

Das Sängerensemble zeigte durchwegs begeisternden Einsatz und überzeugte auch stimmlich. Die charmante Sopranistin Sieglinde Zehetbauer in der Rolle der Caroline, der Tochter des Amtmanns, wartete mit gewinnender Bühnenpräsenz auf, während die Sopranistin Christa Huber als Suschen, der Tochter des Gastwirts Busch, durch ihre köstliche Mimik nicht nur die Sympathien von Wilhelm, des unehelichen Sohnes des Amtmanns, sondern auch des Publikums gewann.

Den Gastwirt Busch gab der Bassbariton Werner Perret sehr komödiantisch, während der Bariton Helmut Wiesböck die Rolle des Amtmanns eher zurückhaltend spielte. Seinen unehelichen Sohn Wilhelm spielte der Bariton Andreas Agler dagegen mit Feuer und Leidenschaft. Sein Kamerad Schwarzbart wurde vom Bassisten Michael Doumas mit Verschlagenheit und Witz ausgestattet. Humorvoll sein Vortrag des Couplets, das mit Anspielungen auf die Betrügereien der Deutschen  Bank und der FIFA angereichert war.

Mit großem schauspielerischen Einsatz spielte der Tenor Tobias Gründl die Rolle des Peter, der bei einer Hochzeit in eine Schlägerei verwickelt war und mit großer Wehleidigkeit seine Wunden beklagte. Stimmlich wie darstellerisch überzeugend war der Tenor Markus Kotschenreuther als Gustav, Sohn des Gastwirts Busch, der wegen der Verwechslung der Tornister unschuldig ins Dorfgefängnis abgeführt wird. In zwei kleineren Rollen waren noch die Sopranistin Beatrix Schalk als Jungfer Liebchen und der Bass Martin Zimmerer als Unteroffizier Barsch im Einsatz.

Der Chor des in Halfing beheimateten Vereins „erlesene oper e.v.“, der die Soldaten, die Nachbarn des Gastwirts und Landleute in vielen volkstümlichen Szenen darzustellen hatte, bot mit ausdrucksstarker Mimik ebenfalls eine ansprechende Leistung (Einstudierung: Hubert Dobl, Coaching: Manon Hummel, Organisation: Eva Epple). Beeindruckend die Schlussszene!

Das 33-köpfige Orchester des Vereins (Korrepetition: Hans Orterer) brachte unter der umsichtigen Leitung von Georg Hermansdorfer die ins Ohr gehenden Melodien und prägnanten Rhythmen der Partitur der „Spieloper“ exzellent zur Geltung. Das sehr beifallsfreudige Publikum – es applaudierte nach fast jeder Arie – belohnte am Schluss alle Mitwirkenden, auch die hinter der Bühne tätigen Mitarbeiter des Vereins, die der Dirigent in seiner Funktion als künstlerischer Leiter vor den Vorhang holte, mit nicht enden wollendem Beifall und etlichen Bravorufen.

Udo Pacolt

PS: Eine weitere Vorstellung der Lortzing-Oper „Die beiden Schützen“ findet am Samstag, dem 27. Februar 2016, um 19:30 Uhr im Kultur- und Kongress-Zentrum Rosenheim statt.


http://der-neue-merker.eu/rosenheim-die-beiden-schuetzen-von-albert-lortzing-premiere

Bericht "OVB" 05.03.2015

"Erlesene Oper" überzeugt mit zwei Kurzopern von Adolphe Adam und Gaetano Donizetti im Kuko

Die "Puppe" lässt die Puppen tanzen

Der Verein "Erlesene Oper" hat sich auf die große Bühne des Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrums gewagt - und szenisch damit gewonnen. Zwei Einakter standen auf dem Programm, die durchaus Eigengewicht hatten: In der "Nürnberger Puppe" von Adolphe Adam entwickelt eine vermeintliche Puppe ein verteufeltes Eigenleben, während "Die Nachtglocke" von Gaetano Donizetti einem frisch verheirateten Apotheker die ersehnte Brautnacht vermasselt.

Viel Humor gab's also auf der Bühne, vom Regisseur und Dirigenten Georg Hermansdorfer mit ebenso viel Humor und viel Liebe zum Detail inszeniert.

"Die Nürnberger Puppe" folgt den dämonischen Puppenphantasien eines E.T.A. Hoffmann, hat aber ein glücklicheres Ende. Für seinen Sohn hat der Puppenmacher Cornelius eine Mädchenpuppe erfunden, die hier wie eine überdimensionale Barbie-Puppe ausschaut. Cornelius' Mündelsohn, dem Cornelius dessen Erbe gestohlen hat, will auf einen Maskenball gehen und hat sich als rotleuchtender Mephisto verkleidet. Seiner Geliebten Berta gibt er das ebenfalls rote Kleid der Puppe, doch als Cornelius überraschend zurückkommt, muss Berta jetzt so tun, als sei sie die Puppe, die von Mephisto zum Leben erweckt wurde. Doch diese vermeintliche tänzelnde Puppe entpuppt sich als rasende Furie, ohrfeigt den Pflegesohn, tobt im Zimmer herum, schmeißt das Geschirr zu Boden und lässt schließlich Cornelius und Pflegesohn turnen und exerzieren: Die Puppe lässt die Puppen tanzen. Cornelius erschlägt die Puppe schließlich mit einem Beil - natürlich die "echte" Puppe, meint aber, er habe die echte Berta ermordet. Um einer Anklage zu entgehen, rückt er mit dem Erbe heraus: Happyend.

Alles spielt sich in den von Otto von Kotzebue bemalten Bühnenprospekten ab. Der Kamin glüht blutrot und raucht fürchterlich, die Scherben klirren gar schröcklich und das Puppengesicht ist ganz verzerrt vor Wutanfällen: Für die wendige und spielfreudige Sieglinde Zehetbauer eine Mordsgaudi, für ihren ebenso wendigen und agilen Sopran eine Demonstrationsfreude: Hell und glockig ist ihr Sopran bei den spieluhrmäßigen Arien und koloraturensprühend bei den Wutanfällen. Andreas Agler als Cornelius und Markus Kotschenreuther, dem die geforderte Stimmlage hörbar liegt, als Mündelsohn punkten mit deutlicher Artikulation und Wortverständlichkeit zusätzlich zu ihren angenehm timbrierten Baritonen. Helmut Wiesböck ist der etwas dümmliche Sohn.

In Donizettis "Nachtglocke" dafür ist er der eilfertige Diener, während Andreas Agler den Apotheker singt, der mit seiner frisch Vermählten (Sieglinde Zehetbauer diesmal etwas schnippischer, aber in märchenhafter Garderobe) baldmöglichst ins Ehebett steigen will. Markus Kotschenreuther in der Rolle des von der Braut verschmähten Ex-Liebhabers verhindert dies wirkungsvoll, indem er drei verschiedene Rollen von angeblich Kranken spielt, die eben just Medikamente brauchen. In diesen Rollen als kranker Franzose, heiserer Sänger und alter Mann mit kompliziertem Medikament entfaltet Kotschenreuther großes komödiantisches Vermögen, wandelt seine Stimme je nach Figur und zeigt sich darin höchst versiert.

Ein stimmstarker Chor

In dieser Oper tritt am Anfang und am Ende auch der stimmstarke und liebevoll kostümierte Chor auf, in dem sogar ein Zauberer die anwesenden kleinen Kinder verblüfft mit seinen Kunststücken.

Die Musik beider Opern ist publikumszugewandt, schmeichelnd, tänzelnd, charakterisierend und sehr arios - und ihr zuzuhören macht Freude. Georg Hermansdorfer bemüht sich, dies auch im Orchesterklang auszudrücken. Doch sein wackeres Orchester ist nun mal kein Opernorchester, das hellwach und rhythmus-souverän reagiert. Aber es spielt sich nach anfänglichem Zaudern warm und lässt sich schließlich von den temperamentvollen Sängern und dem knalligen Spiel auf der Bühne mitreißen - obwohl es nichts davon sieht, weil es im Orchestergraben versteckt ist. Aus dem aber doch sich eine schmelzende Sologeige erhebt und kecke Flöten herausblitzen.

Vergnüglicher lässt sich ein verregneter Sonntagnachmittag nicht verbringen, was das Publikum im fast ausverkauften verkleinerten Saal auch durch seinen langanhaltenden Beifall zum Ausdruck brachte.

Noch eine Aufführung gibt es am Sonntag, 15. März, um 16 Uhr. Bereits um 13.30 Uhr ist eine Kinderaufführung von Donizettis "Die Nachtglocke". Karten gibt es im Kultur- und Kongresszentrum, Telefon 08031/3659365.

 

Bericht "Der neue Merker" 03.03.2015

http://www.der-neue-merker.eu/rosenheim-die-nuernberger-puppe-adolph-adam-die-nachtglocke-donizetti-premiere

ROSENHEIM: DIE NÜRNBERGER PUPPE (Adolph Adam) / DIE NACHTGLOCKE (Donizetti). Premiere

Zwei Opernraritäten in Rosenheim: „Die Nürnberger Puppe“ von Adolphe Adam und „Die Nachtglocke“ von Gaetano Donizetti (Premiere: 1. 3. 2015)

 Der Verein „erlesene oper“, im Jahr 2011 mit dem Ziel gegründet, unbekannte oder vergessene Opern wieder zum Leben zu erwecken, brachte heuer die beiden Einakter „Die Nürnberger Puppe“von Adolphe Adam und „Die Nachtglocke“ von Gaetano Donizetti in Rosenheim zur Aufführung. Spielstätte war das „KU’KO“ (Kultur- und Kongress-Zentrum Rosenheim), das sich durch eine große Bühne und einen Orchestergraben bestens eignete und auch sehr gut besucht war. Beide Einakter wurden in deutscher Sprache gesungen (Übersetzung der Adam-Oper: Ernst Pasqué und Ludwig Andersen, der Donizetti-Oper: Georg Hermansdorfer).

 Beide Opern wurden von Georg Hermansdorfer, dem Gründer und der „Seele“ des Vereins „erlesene Oper“, sehr humorvoll inszeniert, wobei seine eloquente Personenführung herausstach. Die treffliche Bühnenmalerei der Kulissen stammte jeweils von Otto von Kotzebue. Für die schmucken Kostüme sorgte Irmtraud Pichler, für die Beleuchtung Marcus von Hartmann.

 Die Opéra comique La poupée de Nuremberg wurde 1852 an der Opéra Comique in Paris mit so großem Erfolg uraufgeführt, dass man damals von einem grandiosen künstlerischen Comeback des Komponisten schrieb, der Jahre zuvor mit der Oper Le postillon de Lonjumeau und den Balletten Giselleund Le Corsair berühmt wurde, ehe er sich mit der Direktion der Opéra Comique überwarf.

 Die Handlung der Oper, deren Libretto von Adolphe de Leuven und Arthur de Beauplan verfasst wurde, in Kurzfassung: Der Spielzeugmacher Cornelius hat – wie Spalanzani in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen – eine mechanische Puppe konstruiert. Er ist überzeugt, seiner Puppe mit Hilfe des Zauberbuchs von Doktor Faustus in einer mitternächtlichen Geisterbeschwörung Leben einhauchen zu können, um sie dann seinem etwas einfältigen Sohn Benjamin zur Frau zu geben. Diesen Aberglauben macht sich sein Neffe Heinrich zunutze, der von Cornelius um sein Erbe betrogen wurde. Er vertauscht die Puppe mit seiner Braut Berta und entfacht – als Mephisto verkleidet – einen Höllenzauber, der Cornelius schließlich zur Vernunft und zur Anerkennung seiner Schuld bringt.

 Beide Werke wurden von Georg Hermansdorfer, dem Gründers und der „Seele“ des Vereins „erlesene Oper“, sehr humorvoll inszeniert, wobei seine eloquente Personenführung herausstach. Die treffliche Bühnenmalerei der Kulissen stammte von Otto von Kotzebue. Für die schmucken Kostüme sorgte Irmtraud Pichler, für die Beleuchtung Marcus von Hartmann.

 Star des ersten Einakters war die Sopranistin Sieglinde Zehetbauer als Berta. Mit ihrem puppenhaften Aussehen und ihrem koketten Auftritt als Puppe war sie eine Idealbesetzung. Dazu kam, dass sie auch stimmlich voll überzeugte. Ihren listigen Freund Heinrich gab der Bariton Markus Kotschenreuther. Den Nürnberger Spielwarenhersteller Cornelius spielte der Bariton Andreas Agler, seinen einfältigen Sohn Benjamin der Bariton Helmut Wiesböck, die beide ihre Rollen humorvoll zu gestalten wussten. 

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Probe mit Chor zur —Nachtglocke”€œ von Donizetti (Foto: Verein “€žerlesene oper e.v.”€œ)

Nach der Pause stand der zweite Einakter „Die Nachtglocke“ von Gaetano Donizetti auf dem Programm. Die „Farsa per musica“ Il Campanello di notte, deren Libretto der Komponist selbst nach dem Vaudeville La sonnette de nuit von Léon-Lévy Brunswick, Matheu-Barthélémy Troin und Victor Lhérie verfasste, wurde 1836 in Neapel uraufgeführt.

 Die Handlung in Kurzfassung: Don Annibale, ein älterer Apotheker, heiratet die junge Serafina und wird in der Hochzeitsnacht von deren früherem Geliebten Enrico gestört, der ständig mit neuen Leiden und Verkleidungen auftaucht und die Nachtglocke läutet. Da der Apotheker am frühen Morgen nach Neapel reisen muss, wo er der Testamentseröffnung seiner verstorbenen Tante beizuwohnen hat, wird er um seine Hochzeitsnacht geprellt.

 In dieser herrlichen musikalischen Komödie brillierte vor allem Markus Kotschenreuther als Enrico, Ex-Geliebter und Cousin der Braut. Seine schauspielerische Leistung in den verschiedenen Verkleidungen begeisterte das Publikum. Nie in Klamauk verfallend, war er als notleidender französischer Patient, der sich den Magen verdorben hat, ebenso überzeugend wie als heiserer Sänger oder als alter Mann, der für seine plötzlich erkrankte Frau dringend eine Medizin benötigt. Wie er dabei den Apotheker zur Verzweiflung treibt, war köstlich humorvoll gespielt. Ihm ebenbürtig in diesen Szenen war Andreas Agler als um seine Hochzeitsnacht geprellter Apotheker. Auch er spielte seine Rolle hervorragend, wobei besonders sein köstliches Mienenspiel beeindruckte.

 Sieglinde Zehetbauer als Serafina, die gleichfalls um ihre Hochzeitsnacht gebracht wird, konnte auch in dieser kleineren Rolle als junge Braut überzeugen. Ihren Blicken war abzulesen, dass sie sich wohl mit ihrem Cousin und früheren Geliebten Enrico trösten würde. 
In kleineren Rollen waren noch die Sopranistin Beatrix Schalk als Brautmutter und Helmut Wiesböckals Diener des Apothekers im Einsatz.

 Eindrucksvoll agierte der etwa 20köpfige Chor des Vereins (Einstudierung: Hubert Dobl,Organisation: Eva Epple), der die Hochzeitsgäste darzustellen hatte und dabei nicht nur stimmkräftig agierte, sondern auch tänzerisch zu gefallen wusste.

 Das mehr als 35köpfige Orchester des Vereins „erlesene Oper“ brachte die reizvollen Partituren von Adam und Donizetti unter der professionellen Leitung von Georg Hermansdorfer, facettenreich zur Geltung. 
Das begeisterte Premierenpublikum dankte allen Mitwirkenden mit minutenlangem Applaus und einigen Bravorufen. Ein besonderes Lob gilt dem Tausendsassa Georg Hermansdorfer, der als Dirigent, Regisseur, Übersetzer und Vorstandsvorsitzender des Vereins „erlesene oper“ wohl die Hauptlast des Unternehmens trägt.

 Udo Pacolt

 PS: Die beiden Operneinakter kommen noch am nächsten Sonntag (8. März, 16 Uhr) in Rosenheim zur Aufführung.

PPS: Für das nächste Jahr ist eine Aufführung der Oper „Gli equivoci“ von Stephen Storace (1762 – 1796) geplant, die 1786 in Wien uraufgeführt wurde.


Probeneindrücke

http://video.telvi.de/videos/54/2015/09/1/0df4a9aea4c49471c3279f08cfda285f.mp4


Bericht "Der neue Merker" 

http://www.der-neue-merker.eu/rosenheim-die-wandernden-komoedianten-von-francois-devienne

Bericht OVB vom 21.01.2014

http://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/zickenkrieg-raeubertruppe-3324178.html


Bericht Wasserburger Stimmen vom 09.01.2014

http://www.wasserburger-stimme.de/schlagzeilen/ausgegrabene-heitere-opern-raritaet-erklingt/2014/01/09/

Bericht Wochenblatt Traunstein/ Chiemgau vom 15.12.2013

Verein zeigt französische Oper mit viel Situationskomik

Heitere Opernrarität im Künstlerhof

Oper Halfing
Foto: Oper Halfing
Der Verein "erlesene oper e.v." aus Halfing bringt im Januar im Künstlerhof Rosenheim wieder eine ausgegrabene Opernrarität zum Erklingen: François Deviennes komische Oper in zwei Akten "Die wandernden Komödianten".

Wie immer führt das Ensemble das heitere Werk in deutscher Sprache mit Orchestermusikern und Solisten aus der Region auf, die Leitung hat Georg Hermansdorfer. Premiere ist am Samstag, dem 18. Januar 2014, weitere Aufführungen folgen im Januar und Februar.

 

In der Oper geht es um eine Theatertruppe, die für Räuber gehalten wird, was Anlass zu reichlich Situationskomik und herrlicher Musik gibt. In die Handlung wurden Ausschnitte aus Opern von Händel, Mozart und Paer eingefügt, was einen besonderen Reiz darstellt. François Devienne gilt vielen als der "französische Mozart". Er wurde am 31. Januar 1759 in Joinville (Haute-Marne) geboren und war als Fagott- und Querflötenvirtuose sehr geschätzt und beliebt.

 

Seine zwölf Opern, seine sinfonischen Werke und die zahlreichen Vokalwerke sind heute zu Unrecht vergessen. Ein Opernabend für Genießer und Entdecker erwartet die Zuschauer - bestens auch als Weihnachtsgeschenk geeignet. Der Vorverkauf hat begonnen (im Stadtmusuem oder Tel. 0152- 27904719 oder online). Weitere Infos gibt es unter: www.erlesene-oper.de.


Bericht aus "Der neuen Merker" vom 11.12.2013

http://www.der-neue-merker.eu/infos-des-tages-mittwoch-11-dezember-2013

Bericht aus "Der neue Merker" 

ROSENHEIM: DIE LUSTIGEN WEIBER AUS WINDSOR von Carl Ditters von Dittersdorf

Köstliche Opernrarität in Rosenheim: „Die lustigen Weiber aus Windsor“ von Carl Ditters von Dittersdorf (Vorstellung: 28. 9. 2012)

 http://www.der-neue-merker.eu/rosenheim-die-lustigen-weiber-aus-windsor-von-carl-ditters-von-dittersdorf

Bericht Drehpunktkultur vom 20.09.2012

Ein neuer ziemlich alter „Falstaff“

http://www.drehpunktkultur.at/index.php?option=com_content&view=article&id=4887:ein-neuer-ziemlich-alter-falstaff&catid=43:in-der-nachbarschaft&Itemid=73


RFO Bericht vom 12.09.2012

Merkur Bericht vom 11.09.2012

echo Bericht vom 25.07.2012

Halfinger Verein lässt in Vergessenheit geratene Opern aufführen

http://echo-rosenheim.de/index.php/kultur/6269-die-lustigen-weiber-aus-windsor.html


OVB Bericht

Gesprächskonzert- "Die lustigen Weiber aus Windsor"

http://www.ovb-online.de/freizeit/veranstaltungen/detailansicht/event-Gepraechskonzert--Die-lustigen-Weiber-aus-Windsor-43125962bb75550fbf3489113ecdd456260596cbb537d176ca9ac98fd7149e3d.html

OVB Bericht vom 28.04.2012

"Die lustigen Weiber aus Windsor"

http://www.ovb-online.de/land/die-lustigen-weiber-windsor-2296192.html

OVB Bericht vom 25.02.2012

http://www.ovb-online.de/kultur/unbekannte-opern-buehne-bringen-1614907.html