Eine romantische Liebesgeschichte, basierend auf zwei Märchen der Gebrüder Grimm, endet trotz Intrigen und eines Fluchs am Ende gut. Elsbeth errettet durch ihre Verschwiegenheit und ihre Treue die verzauberten sieben Brüder. Auch eine Femegericht, das sie zum Scheiterhaufen verurteilt, kann dies nicht verhindern. Und Prinz Roderich kann seine geheimnisvolle Geliebte glücklich in den Armen halten, da ihr Schweigegebot zur rechten Zeit endet.

Vorgeschichte

Nach sieben Knaben wird endlich ein Mädchen (Elsbet) geboren. Da die Knaben beim Schöpfen des Taufwasser aus dem Brunnen den Krug zerbrechen, verwünscht die Mutter  im Zorn ihre Söhne zu Raben. Umgehend wird dieser Fluch erfüllt. Die Mutter stirbt daraufhin.
Nach Jahren erfährt Elsbet diese Begebenheit, fühlt sich schuldig und beschließt ihre Brüder zu erlösen. Von einer Fee erfährt sie, dass dies dadurch möglich wird, dass sie sechs Jahre lang niemandem erzählt, wer sie sei und woher sie komme. Außerdem muss sie jedem Bruder ein Hemd weben.

 

Handlung
 
Erster Akt    

Abend im herbstlichen Wald
Die höfische Jagdgesellschaft sucht vergeblich nach Prinz Roderich, der sich versteckt, um Elsbet, seine heimliche Geliebte, zu besuchen. Sie webt an den Hemden für ihre Brüder und schläft dabei ein. Die Fee ermutigt sie im Traum, bald sei die Aufgabe erfüllt. Roderich tritt auf versucht sie zu überreden, mit ihr auf das Schloss zu kommen und ihn zu heiraten.

 
Im Schloss

Fürstin Mathilde verspricht ihrem Stiefbruder Eckart, dass ihr Sohn Roderich dessen Tochter heiraten wird. Roderich stürmt in den Saal und stellt der entsetzten Hofgesellschaft Elsbet als Braut vor.
 
Zweiter Akt  

Im Schloss

Mathilde versucht von Elsbet ihre Herkunft zu erfahren. Obwohl sie dies verschweigt, gewinnt sie durch ihre Natürlichkeit und Reinheit das Herz der Fürstin, die daraufhin Eckart überreden will, auf die Heirat seiner Tochter zu verzichten. Doch dieser schwört Rache für die Zerstörung seiner Machtpläne: Da er schon bei der Erbfolge übergangen worden war, wollte er über die Heirat seiner Tochter politischen Einfluss bekommen. 
Hubert erzählt ihm, dass Elsbet nachts Besuch von Raben bekomme und mit ihnen in geheimer Verbindung stehe. Eckard hört dies mit Begeisterung.

 
Einige Tage später: Hochzeitstag
Roderich beobachtet im Hochzeitsgewand vom Fenster aus, wie seine Braut Almosen an Arme verteilt. Hofdamen begleiten die Braut, um ihren Bräutigam abzuholen.

 
Verwandlung: Innenhof der Burg
Das Volk jubelt dem Braupaar zu, Tänzer tragen zur Gestaltung des Festes bei. Als das Brautpaar auf die Kirchenpforte zuschreitet, tritt ihnen Eckart mit Femerichtern entgegen und klagt die Braut als Hexe an. Entsetzen beendet die Hochzeitsfeier.

 

PAUSE

 

Dritter Akt    

Im Gefängnis

Elsbet ist verzweifelt: Nicht nur, dass ihre Liebe unerfüllt bleibt, auch die Schuld an ihren Brüdern kann sie nun nicht mehr begleichen. In ihrer Not betet sie.

Die Femerichter kommen und verkünden das Todesurteil. Roderich nimmt Abschied, nicht ohne sie inständig zu bitten, doch ihr Geheimnis, woher sie komme, preis zu geben, um so doch noch dem Tod zu entgehen.

Im Schloss

Hubert bereut bitter, Roderich verraten zu haben. Doch Eckart triumphiert. Roderich und seine Mutter sind entsetzt über seine Gefühlskälte.

Verwandlung: Innenhof der Burg

Während der Scheiterhaufen errichtet wird, klagt das Volk über das Todesurteil Elsbets. Sie nimmt Abschied von Roderich, als mit einem Blitz die Fee mit den sieben Brüdern erscheint und erklärt, dass der Fluch nun erlöst sei. Glücklich fallen sich die Liebenden in die Arme und Mathilde krönt Elsbet mit einem Diadem.